erstellt von: krawatten, am 15.02.2011 11:52 , Clicks: 25701

Der Konservative: Der doppelte Windsor

Geeignet für: gespreizte Kragen wie den Haifischkragen oder Cutaway
Wirkung: Gerade, schlicht, konservative Optik, wirkt sehr gediegen.
Schwierigkeitsgrad: etwas schwieriger

Wenn es einen Krawattenknoten gibt, der zum klassischen Geschäftsanzug schon immer der Standard war, dann ist es dieser. Der Windsor gibt einen sehr voluminösen Knoten bei enorm stabilem Sitz.

Diese Art, Krawatten binden zu können, wurde übrigens zu Unrecht nach dem Duke of Windsor, Edward VIII., benannt. Da dieser in der Öffentlichkeit stets sehr volle Krawattenknoten trug, wurde ihm auch die Erfindung dieses Knotens zugeschrieben. Er selbst beharrte allerdings darauf, seine berüchtigten dicken Krawattenknoten seien nur das Ergebnis von breiten Krawatten mit schwerem Futter gewesen, nicht eine neue Knotenform.

Wundern Sie sich nicht: zu diesem Knoten gibt es tatsächlich zwei verschiedene Varianten. Warum beide mit dem Namen Windsorknoten belegt werden, ist ungewiss. Wir werden uns hier auf die Variante mit zwei Innenringen konzentrieren. Aber seien Sie gewarnt: Dieser Knoten ist nichts für dicke, schwere Krawatten. Auch nicht für besonders breite Binder oder besonders schmale Kragen. Sonst hängt er wie eine Kugel am Hals. Zudem werden Sie merken, dass Krawatten binden auch seine Tücken haben kann. Denn da dieser Knoten eine ganze Menge Krawattenlänge schluckt, wird er bei den ersten Versuchen fast immer zu kurz sein. Er ist auch nichts für Männer mit einem breiten Hals.


  1. Das breite Ende hängt zunächst rechts. Es muss erheblich länger sein als das schmale Ende, sonst wird die Krawatte zu kurz! Sie legen das breite Ende über das schmale und führen es durch die Halsschlaufe nach oben.

  2. Das breite Ende nun hinter dem schmalen herumführen. Halten Sie den Knoten dabei fest, damit er sich nicht verdreht.
       3./4. Nun geht das breite Ende nach oben und wird von oben durch die Halsschlaufe gesteckt.
  1. Nun wird es kniffelig: das breite Ende wird nun vor dem entstandenen Knoten herumgelegt, so dass sich ein Ring ergibt.

  2. Anschließend wird es von unten durch die Schlaufe hochgezogen.

  3. Schieben Sie das Krawattenende durch den entstandenen Ring.

  4. Festziehen – Das war es auch schon.

Ist dieser Knoten erst einmal gebunden und festgezurrt, sitzt er bombenfest. Das könnte seine Popularität erklären. Denn für die meisten klassischen Kragenformen ist er eigentlich etwas zu dick. Schließlich sollen sich nie die Kragenspitzen von der Brust abheben.

Der Krawattenschonende: der Nicky
Tipps für den perfekten Krawattenknoten


Noch Änfänger im Thema Krawatten binden? Dann lesen Sie doch einfach mal folgende Einleitung: Krawatte binden.

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